Pimp'in my Ride


Es begab sich an einem regnerischen Abend im Oktober 2003. Ich war mit meinem Auto auf dem Weg zu einer Geburtstagsparty, als mein Blick an einer kleinen Dorfkreuzung nach rechts schwengte...
Da stand er: Ein abgemeldeter 83'er Escort, der auf den ersten Blick bei Dämmerung einen recht passablen Eindruck machte. Gleich am nächsten Tag fuhr ich nochmal vorbei, um das Auto etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Hierbei unterwarf ich mich einem Feedback von über 20 Jahren: Der Innenraum strahlte mir ganz im Stil "Back to the Basics" der Achtziger in Form von beige - braun gestreifter Sitzpolsterung verbunden mit nussbraunen Seitenverkleidungen entgegen!





Selbst der Teppich war den Seitenverkleidungen farblich angepasst. Sogar Ford hat es sich anscheinend nicht nehmen lassen, einen kackbraunen Teppich in damalig produzierten Fahrzeugen zu verlegen!!
Das bisher gewonnene Bild gipfelte jedoch ein mittig emporragender Schalthebel, mit dem man die Dreigangautomatik dirigieren konnte. Abgerundet wurde das ganze Spektakel schließlich durch die Außenfarbe "Saharabeige"! Ein Höllenwagen auf den man nicht verzichten konnte!!! Den muss man einfach haben!!!

Nein, kleiner Scherz, Spass bei Seite. Als KFZ'ler und insbesondere als Ford-Freak betrachtet man solche Oldies, wie ihr ja selber alle wisst, mit anderen Augen. Hier erwies sich dieser MK 3 als wahrer Glücksfund, unter Fachkreisen des FTM auch Sahneteil genannt!
Eine 1.6l CVH Maschine, Original 64974km, Karosserie und Rahmen komplett ungeschweißt. Selbst im Motorraum zeigten sich keinerlei Rostansätze an den beliebten Stellen wie z.B. Federdom oder unter den Schweißpunkten der Kotflügel. Lediglich das Abschlussblech war an den Kanten leicht mit Edeloxyd benetzt. Auf letzteres konnte ich jedoch in Bezug auf den sehr guten Gesamtzustand leicht hinwegsehen. Somit war der Kauf des Escorts natürlich gleich besiegelt und das gute Stück wurde in den daruffolgenden Wochen in der heimischen Werkstatt auseinandergenommen.





Herbst & Winter 2003/2004


Die Karosserie wurde sowohl außen als auch innen lackierfertig zerlegt, im Innenraum folgten vorerst kleinere Arbeiten, wie z.B. Löcher für die neuen Seitenverkleidungen bohren...

Um später ein angemessenes Fahrwerk und standesgemäße Bereifung montieren zu können, wurden alle vier Radläufe gebördelt und die vorderen zusätzlich um ca. 12mm nach außen "geweitet".

Hierbei wurde gleich der kleine Rempler am Kotflügel vorne rechts behoben und die Verbreiterungen des Escort RS Turbo S1 angepasst. Zum Schluss trug ich noch mit Hilfe meines Clubkollegen und guten Kumpel Thomas am Front- und Abschlussblech Unterbodenschutz auf.

Frisch lackiert versiegelte ich meinen "Dreier" wo es nur geht literweise mit Hohlraumwachs.


Herbst & Winter 2004/2005

Technikumbau!! Mal sehen, was die Zeit mit sich bringt...